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Agio
Auch: Aufgeld. Das Aufgeld bei Wertpapieren bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert   eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs. Meist wird das Aufgeld als Prozentwert ausgedrückt. Im Zusammenhang mit der Optionsscheinbewertung wird der Begriff „Agio“ verwendet. Dabei stellt das Agio die Kennzahl der Differenz dar, um wie viel teurer der Erwerb des Basiswertes durch Kauf des Optionsrechts mit sofortiger Ausübung desselben gegenüber dem direkten Erwerb des Basisobjektes ist. Gegenteil: Abgeld.


Aktie                    
Beteiligung an einer Aktiengesellschaft. Es gewahrt dem Eigentümer bestimmte Rechte, wie zum Beispiel das Stimmrecht auf der Aktionärsversammlung oder das Recht auf eine Dividende.


Aktienkapital
Das Aktienkapital ist das Grundkapital einer Aktiengesellschaft; es umfasst den Anteil am Eigenkapital, auf den die Haftung der Gesellschafter beschrankt ist. Der Nennwert einer Aktie gibt an, mit welchem Anteil sich ein Aktionär mit dem Kauf einer Aktie am Grundkapital beteiligt hat.


Anleihe               
Auch: Schuldverschreibung, Obligation, Rentenwert. Eng!.: Bond, Loan. Bezeichnung für alle Schuldverschreibungen mit festgesetzter (fester oder variabler) Verzinsung und fester Laufzeit (meist zwischen 5 und 30 Jahren) sowie vertraglich fixierter Tilgung. Sie dienen der Beschaffung langfristiger Finanzierungsmitte!. Eine Anleihe lautet auf den Gesamtbetrag und ist gestückelt in Teilbetrage (Teilschuldverschreibungen) von mindestens 100 Euro oder einem Vielfachen davon. Neben der "klassischen" Anleihenform als Instrument der Fremdfinanzierung existieren Schuldverschreibungen, die Zwischenformen der Eigen- und Fremdfinanzierung darstellen: Wandelanleihe und Bezugsrechtsobligation als Formen der Optionsanleihe, Gewinnobligation und Genussschein. Daneben wurde in jüngster Zeit durch Variation und Kombination unterschiedlicher Merkmale der Anleihenausstattung eine Vielzahl neuer Anlagemöglichkeiten im Anleihenbereich entwickelt.


Baisse
Eine Baisse bezeichnet einen langer anhaltenden Kursruckgang an der Börse. Umfasst in der Regel große Teile des Marktes beziehungsweise den Gesamtmarkt und halt oft längere Zeit an. Gegenteil: Hausse.


Bearish
Markterwartung eines Anlegers, der mit einem Bear - Market, also mit tendenziell fallenden Kursen, rechnet.
Gegenteil: Bullish.


Bestens - Order
Ohne Kursangabe (Limit) erteilter Auftrag (Order) zum Verkauf von Wertpapieren. Der Verkauf soll zum höchstmöglichen Kurs erfolgen. Damit akzeptiert der Verkäufer aber auch jeden am Ausführungstag für ihn zustande kommenden relevanten Kurs. Ein Anspruch auf den Tageshöchstkurs besteht selbstverständlich nicht. Ein Risiko besteht bei umsatzschwachen Papieren und volatilen Markten, da der Investor unter Umstanden nur einen weit geringeren Preis als erwartet erzielen kann.


Billigst - Order
Ohne Kursangabe (Limit) erteilter Auftrag (Order) zum Kauf von Wertpapieren oder Derivaten. Der Käufer ist mit der Ausführung zum aktuellen Börsenkurs einverstanden. Damit akzeptiert er jeden am Ausführungstag für ihn relevanten zustande kommenden Kurs. Ein Anspruch auf den Tagestiefstkurs besteht selbstverständlich nicht. Ein Risiko besteht bei umsatzschwachen Papieren und volatilen Markten, da der Investor unter Umstanden einen weit höheren Preis bezahlen muss als erwartet.


Broker I Online-Broker
Broker / Online-Broker bieten Online - Trading übers Internet an. Sie vermitteln den Handel von Wertpapieren sowie sonstige handelbaren Börsenprodukten. Für diese Dienstleistungen werden dem Kunden Provisionen berechnet.


Buchgewinn
Liegt der aktuelle Kurs eines CFDs über dem Kurs, zu dem der Anleger ursprünglich gekauft hat, bezeichnet man die entstandene Differenz als Buchgewinn. Dieser Gewinn existiert zunächst nur auf dem Papier. Erst wenn der CFD verkauft wird, kann er realisiert, also in Bargeld umgesetzt, werden. Diesen Vorgang bezeichnet man daher auch als "Gewinne mitnehmen". Gegenteil: Buchverlust.


Buchverlust
Liegt der aktuelle Kurs eines CFDs unter dem Kurs, zu dem der Anleger ursprünglich gekauft hat, bezeichnet man die entstandene Differenz als Buchverlust. Dieser Verlust existiert zunächst nur auf dem Papier. Erst wenn der CFD verkauft wird, kann er realisiert, also in Bargeld umgesetzt, werden. Diesen Vorgang bezeichnet man daher auch als "Verluste realisieren". Gegenteil: Buchgewinn.


Bullish
Markterwartung eines Anlegers, der mit einem Bull - Market, also mit tendenziell steigenden Kursen, rechnet.
Gegenteil: Bearish.


Chance - Risiko - Verhältnis
Das Chance - Risiko - Verhältnis beschreibt die Differenz zwischen dem zu erwartenden Gewinn und dem geplanten Verlust. Ein Chance -Risiko- Verhältnis von drei zu eins bedeutet, dass wir bei einem Risiko von 1 (Euro etc.) eine Chance auf 3 (Euro etc.) Gewinn haben.


Derivate
Derivate sind Instrumente, deren Preisbildung sich aus der Kursentwicklung anderer Wertpapiere beziehungsweise anderer Finanzprodukte (sogenannte Basiswerte oder Underlyings) ableitet. Derivate sind in der Regel für das Hedging und die direkte Spekulation geeignet.


Disagio
Auch: Abgeld. Das Abgeld gibt den Unterschied zwischen Ruckzahlungs- und niedrigerem Ausgabekurs beziehungsweise zwischen Börsenkurs und Nennwert an. Eine Emission von Aktien mit Disagio ist in Deutschland nicht zulässig, bei festverzinslichen Wertpapieren dagegen üblich. Gegenteil: Aufgeld


Dividende
Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Die Dividende entspricht nicht dem Gesamtgewinn einer AG, da der Ausschüttungsbetrag vor der Auszahlung durch Rückstellungen und Ähnliches reduziert wird. Ober die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung des Unternehmens. Wahrend in England und den USA die Dividende auch quartalsweise ausgezahlt wird, wird in Deutschland und Osterreich die Dividende in der Regel jährlich ausgezahlt.


Emittent
Ein Emittent ist der Herausgeber von Wertpapieren. Bei Aktien handelt es sich um Unternehmen, bei Optionsscheinen um Banken, bei Anleihen kann es sich um Unternehmen, öffentliche Körperschaften, den Staat und andere Institutionen handeln.


EURIBOR
Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. EURIBOR ist der Zinssatz, zu dem europäische Banken untereinander Einlagen mit festgelegter Laufzeit innerhalb Europas anbieten.


GMT
Die Greenwich Mean Time (GMT) wurde als globaler Standard für die Referenzzeit benutzt. Greenwich ist ein Londoner Stadtteil, durch den der Nullmeridian führt (Langengrad 0° 0' 0"), der für die Greenwich Mean Time die Referenz bildet. Die GMT - Zeit ist die Zeit, die am Greenwich-Observatorium, England, herrscht. Die GMT ist die Zeitreferenz für die astronomische Zeit und wird auch mit UTl bezeichnet, was für Universal Time 1 steht. Die GMT - Zeitskala UTl und die koordinierte Weltzeit (UTC) weichen geringfügig voneinander ab, was durch die eingefügten Schaltsekunden ausgeglichen wird. Die Greenwich Mean Time ist von der Universal Time Coordinated (UTC) abgelöst worden.


G.T.C - Order
Mit dieser Orderart bestimmt der Anleger die Gültigkeit seiner Order bis zur Ausführung. GTC - Orders können in wenigen Sekunden oder auch erst nach vielen Monaten, abhängig vom Abstand zum aktuellen Marktpreis und von der Marktvolatilität, ausgeführt werden.


Hausse
Eine Hausse bezeichnet einen Kursanstieg an der Börse, der sich über den gesamten Aktienmarkt oder zumindest wichtige Teilbereiche dieser Markte erstreckt und sich nicht auf einzelne Papiere beschrankt. Gegenteil: Baisse


Hebel / Hebelmöglichkeit
Der Hebel oder die Hebelwirkung ist mit der Margin eng verbunden. Abhängig von der Handelskreditlinie Ihres Brokers bekommen Sie einen mehr oder weniger großen Rahmen zur Verfügung gestellt. Beispiel: Der Broker verlangt beim Aktien - CFD - Handel eine Margin  von 10 Prozent. Ihr Depot hat einen Wert von 10.000 Euro. Wie Sie wissen, benötigen Sie also nur 1.000 Euro, um 10.000 Euro am Markt zu bewegen. Umgekehrt können Sie mit Ihren 10.000 Euro in diesem Fall theoretisch 100.000 Euro am Markt bewegen (Hebel 10). Wenn Ihr Broker nur eine Margin von fünf Prozent verlangt, können Sie 200.000 Euro im Markt bewegen (Hebel 20).


Hebelwirkung
Bei spekulativen Derivaten wirken sich die Kursbewegungen der Underlyings überproportional auf die Kursentwicklung des Derivates aus. Man spricht hier von einer Hebelwirkung. Die Hebelwirkung wird für das Hedging und die direkte Spekulation genutzt.


Hebel - Zertifikat
Liegt zwischen Index-Zertifikat und Optionsschein. Das Hebel-Zertifikat (bisweilen auch Turbo-Zertifikat oder Knock-out-Schein genannt) ist beweglicher als der zu Grunde liegende Basiswert, aber mit weniger oder gar keinem Aufgeld, da keine Prämie für Volatilität gezahlt werden muss. Die Turbos verfügen über Hebelwirkung und einen Knock-out-Kurs: Fallt der Kurs des Basiswerts unter einen bestimmten Wert, dann verfallt das Turbo-Zertifikat sofort wertlos oder beinahe wertlos.


Hedging
(auch: Kursabsicherung). Absicherung eines erreichten Kursniveaus durch entsprechende Transaktionen am Options- oder Terminmarkt. Beispielsweise lasst sich ein Fonds durch Devisenkurssicherungsgeschäfte vor Wahrungsverlusten schlitzen.


If - Done - Order
Hierbei handelt es sich ebenso wie bei O.C.O. - Orders um zwei separate Teilorders auf einem gemeinsamen "Order-Ticket". Hierdurch wird der Broker angewiesen, die zweite Order erst dann auszuführen, wenn zuvor die erste Order erfolgreich ausgeführt werden konnte. So lassen sich verschiedene Auftrage sinnvoll kombinieren.


Index / lndizes
Kennziffer zur Darstellung von Veränderungen bestimmter Größen zwischen verschiedenen Zeitpunkten. Börsenindizes geben die Veränderung der Entwicklung einer bestimmten Zahl ausgewählter Aktien über einen bestimmten Zeitraum an. Aktien- und Rentenindizes werden eingesetzt, um einen Indikator für die Entwicklung eines Gesamt- oder Teilmarktes, einer Branche oder einer Region zu schaffen. Einige der bekanntesten und repräsentativsten Aktienindizes sind der Deutschen Aktienindex (DAX), der amerikanische Dow Jones Index und der Nikkei-225-Index.


Innerer Wert I Aktie
Der innere Wert einer Aktie wird meist als Ertrags- oder Substanzwert errechnet. Beim Ertragswert werden die künftigen Ertrage kapitalisiert; zur Berechnung des Substanzwertes werden das bilanzierte Nettovermögen (Buchwert) und die (geschatzten) stillen Reserven herangezogen. Diese ermittelten Werte werden dann durch die Anzahl der emittierten Aktien der AG geteilt. 1m Rahmen der Fundamentalanalyse gelten diejenigen Aktien als kaufenswert, deren innerer Wert über dem des aktuellen Aktienkurses liegt. Innerer Wert pro Aktie = Nettovermögen + stille Reserven / Anzahl der Aktien.


Innerer Wert I Option
Der innere Wert ist der Betrag, den der Inhaber eines Optionsscheins bei sofortiger Ausübung realisieren kann. Der innere Wert kann keinen negativen Wert besitzen, denn der Inhaber eines Optionsscheines ist nicht zur Ausübung verpflichtet. Der innere Wert einer Option ist der Gewinn, der dann verbliebe, wenn man eine im Geld liegende Option ausüben und das gelieferte Basisgut sofort wieder verkaufen würde.


Intraday - Position
Den Versuch, die Tagesschwankungen der Kurse auszunutzen und Positionen an einem Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen, nennt man Intraday - Handel. Dementsprechend nennt man eine wahrend des Handelstages offene Position Intraday - Position.


Kaufen I Long-Position
Auch Longen genannt. Ein Geschäft, das mit einem Kauf beginnt und später durch einen Verkauf abgeschlossen wird. Man kauft in der Erwartung, zu höheren Preisen wieder verkaufen zu können. Gegenteil: Verkaufen / Short-Position.


Knock-outs
Der Knock-out-Optionsschein zahlt zu den Barrier Warrants und ist daher neben dem Basispreis mit einer Barriere ausgestattet. Dieser Optionsschein verfällt schon vor Fälligkeit, wenn der Kurs des Basiswertes ein bestimmtes Niveau erreicht, eine Schwelle also unter- oder überschritten wird.


Kommissionen
Kosten, die beim An- und Verkauf von Wertpapieren, Terminkontrakten oder anderen Börsengeschäften anfallen. Diese werden in der Regel automatisch vom Handelskonto abgezogen.


Kurs
Der Kurs einer Aktie gibt in Deutschland den Preis in Euro für das Wertpapier wieder (ein Stuck). Bei Rentenpapieren gibt der Kurs den Prozentsatz vom Nominalwert wieder.


Leerverkaufen I Short-Position
Auch Shorten genannt. Eine Verkaufsposition eines Geschäftes, das mit einem Verkauf beginnt und später durch einen Kauf abgeschlossen wird. Einen Leerverkauf hat jemand getätigt, der zum Beispiel CFDs verkauft, ohne sie vorher besessen zu haben. Er verkauft in der Erwartung, zu niedrigeren Preisen zurückkaufen zu können. Gegenteil: Kaufen / Long-Position.


LIBOR
Abkürzung für "London Inter Bank Offered Rate". Im Verkehr zwischen Banken am Londoner Geldmarkt angewendeter, kurzfristiger Geldmarktzinssatz, zu dem eine Bank einer anderen erstklassigen Bank kurzfristige Einlagen überlasst beziehungsweise Geldmarktkredite aufnimmt. Vergleiche: EURIBOR.


Lieferung I Andienung
Fachbegriff für die Lieferung eines Basisgutes aufgrund eines Finanz- oder Warenterminkontraktes. Bei Fälligkeit hat der Stillhalter entweder das Basisgut in natura zu liefern oder gegen Barausgleich das Termingeschäft abzudecken. Es wird also zwischen physischer Andienung und Cash Settlement (Barausgleich) unterschieden.


Limit - Order
Die Limit-Order bezeichnet die obere beziehungsweise untere Preisgrenze für einen Börsenauftrag (Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers). Entsprechend heißen die mit Preiseinschränkungen versehen en Auftrage Limit-Orders. Bei einem Kauf gibt das Limit den höchsten Kaufkurs an, wahrend es bei einem Verkauf den Mindestkurs angibt. Des Weiteren werden die Limits mit zeitlichen oder die Auftragsmenge betreffenden Zusätzen versehen.
Gegenteil: Market  - Order.


Liquidität
Ein wichtiger Faktor beim CFD - Handel ist die Liquidität (ausreichende Verfügbarkeit) des ausgewählten CFDs. Die Liquidität und die damit verbundene schnelle Handelbarkeit hangen immer vom Underlying ab. Weniger liquide Werte sollten nicht von Ihrem Broker angeboten werden, weil das Risiko von gewaltigen Kursschwankungen exorbitant groß ist.


Long-Position
Bei einer Long-Position erwarten Sie steigende Notierungen und profitieren entsprechend, wenn der Kurs steigt (Buchgewinne). Wenn der Kurs aber wider Ihrer Erwartung fällt, entstehen Verluste (Buchverluste).


Margin
Die Margin ist nicht anderes als eine Hinterlegungssumme. Auf Margin handeln bedeutet, dass Sie über eine Handelskreditlinie, die Ihnen von Ihrem Broker bereitgestellt wird, verfügen dürfen. Beispiel: Sie möchten eine Order über 10.000 Euro geben, und die vom Broker verlangte Margin für den CFD - Handel beträgt zehn Prozent: 10.000 Euro / 10 = 1.000 Euro Ihre Margin betragt also 1.000 Euro, das restliche Kapital erhalten Sie von Ihrem Broker.


Margin Call
Der Margin Call ist der Hinweis des Brokers darauf, dass Ihr Depot aktuell über keine, zur Deckung der offenen Positionen notwendigen, Bar-Reserven verfügt. Es gibt, je nach Broker, verschiedene Stufen der Margin Calls und der entsprechenden notwendigen Reaktionsmöglichkeiten Ihrerseits beziehungsweise seitens des Brokers.


Marktzugang
Um an Börsengeschäften teilzuhaben, benötigen Sie Eigenkapital. Am sichersten ist es, wenn Sie ein auf Ihren Namen laufendes Einzelkonto einrichten. Selbstverständlich können weitere Personen Ihres Vertrauens in diesem Depot mit eingetragen werden.


Money - Management
Ein sinnvolles Money - Management verhindert einen zu hohen Einsatz und damit den Bankrott des Traders. Das Money -Management bestimmt das optimale Kapitaleinsatzverhältnis.


Nennwert
Der Nennwert, auch Nominalwert genannt, gibt bei einer Aktie den Wert an, mit dem die Aktie am Grundkapital beteiligt ist. In Deutschland gibt es Aktien mit einem Nennwert ab einem Euro. 1m Zusammenhang mit der Umstellung von auf DM-Betrage lautenden Aktien auf Euro (der Nennwert muss auf ganze Zahlen lauten) erfolgte durch das "Gesetz über die Zulassung von Stuckaktien" die Zulassung von nennwertlosen Aktien. Bei Schuldverschreibungen wird die gesamte Anleihe in Teilbetrage von bestimmten Größenordnungen zerlegt. Diese Teilbetrage sind die Nennwerte der Schuldverschreibungen.


O.C.O.-Order I Bracket-Order
Wenn ein Anleger zwei Orders, beispielsweise eine Limit - und eine Stopp-Order, gleichzeitig platziert hat, löscht die erstausgeführte Order die andere Order automatisch. Der Vorteil ist, dass der Anleger seine Position nicht ständig beobachten muss. O.C.O. steht für One Cancels Other.


OTC- Over The Counter
Derivate, die nicht an einer Börse, sondern direkt "über den Schalter" gehandelt werden und nicht standardisiert sind, werden OTC Produkte genannt.


Option
Eine Option gibt dem Käufer die Möglichkeit, ein bestimmtes, vorher vertraglich vereinbartes Angebot innerhalb der Laufzeit (Amerikanische Option / American Style) oder am Laufzeitende (Europäische Option / European Style) wahrzunehmen oder abzulehnen. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Differenzbetrag, um den der Basispreis des Optionsscheins den aktuellen Kurs des Basiswertes am Ausübungstag überschreitet, zu erhalten. Es gibt Kauf (Call)- und Verkaufs (Put)-Optionen. Erstere räumen das Wahlrecht zum Kauf und Letztere jenes zum Verkauf ein. Optionen werden an Terminbörsen auf Aktien, Futures oder andere Underlyings gehandelt. Wird eine Option am letzten Handelstag nicht ausgeübt beziehungsweise vorher verkauft, verfällt sie wertlos.


Optionsanleihe
Eine Optionsanleihe setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einem Optionsschein, der meist zum Kauf einer Aktie (oder aber auch einer Devise etc.) berechtigt, sowie einer Anleihe, die mit einem Kupon ausgestattet ist. Mit Beginn der Optionsfrist kann über den Optionsschein getrennt verfugt werden. Es gibt dann an der Börse drei Notierungen:
(1) Anleihe mit Optionsschein (cum-Anleihe)
(2) Anleihe ohne Optionsschein (ex-Anleihe)
(3) Optionsschein


Order
Eine Order ist ein Kauf- oder Verkaufsauftrag.


Orderbestätigung
Hier wird der vom Kunden aufgegebene Auftrag bestätigt und kann dementsprechend kontrolliert werden.


Restlaufzeit
Die bis zur Fälligkeit einer Forderung oder bis zum Verfall eines Rechts (Bezug von Aktien über Optionen und Optionsscheine) verbleibende Zeitspanne.


Scalper
Scalper sind kurzfristig agierende Anleger, die meist im Tageshandel auch bei kleinsten Kursanstiegen ihre entstandenen Gewinne realisieren.


Shorten
Auch Leerverkaufen genannt. Eine Verkaufsposition eines Geschäftes, das mit einem Verkauf beginnt und später durch einen Kauf abgeschlossen wird. Einen Leerverkauf hat jemand getätigt, der zum Beispiel CFDs verkauft, ohne sie vorher besessen zu haben. Er verkauft in der Erwartung, zu niedrigeren Preisen zurückkaufen zu können.


Short-Position
Bei einer Short-Position erwarten Sie fallende Notierungen, und Sie profitieren entsprechend, wenn der Kurs fallt (Buchgewinne). Wenn der Kurs aber wider Ihre Erwartung steigt, entstehen Verluste (Buchverluste).


Spread
Der Spread ist die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs. Die ABC-Aktie steht bei einem Kurs von 36,12 im Geld zu 36,30 im Brief. Wenn Sie nun diese Aktie kaufen möchten,müssen Sie pro Stuck 36,30 Euro bezahlen (Geldkurs). Wenn Sie diese Aktie sofort wieder verkaufen möchten, bekommen Sie dafür 36,12 zurück (Briefkurs). Durch den Spread verlieren Sie also Geld.


Stammaktien
Eine gewöhnliche Aktie minderen Rechts, die neben privilegierten Aktien besteht. Vorzugs- oder Prioritätsaktien bieten gewisse Vorteile, zum Beispiel bei der Gewinnverteilung oder bei der Ausübung der Bezugsrechte


Stopp-Order / Stopp - Loss - Order
Beim Kauf legt der Anleger einen unter dem Einstandskurs liegenden Stopp-Kurs fest, bei dessen Erreichen die Position verkauft wird. Mit einer Stopp - Loss - Order will man einen Gewinn sichern und einen möglichen Verlust begrenzen. Der exakte Verkaufskurs kann nicht festgelegt werden. Die Stopp – Loss - Order wird nach Erreichen oder Unterschreiten des vorgegebenen Mindestkurses zum nächsten aktuellen Börsenkurs ausgeführt (Market). Wenn der Anleger zu Beginn eine Verkaufsposition aufgebaut hat, wird der Stopp – Loss - Kurs oberhalb des Einstandskurses platziert. Gegenteil: Stopp - Buy - Order.


Stopp - Buy - Order
Bei dieser Orderform wird ein Auftrag billigst ausgeführt, sobald ein bestimmter Kurs (das Stopp - Buy - Limit) erreicht oder überschritten wird. Die Order wird dann zum nächsten Börsenkurs ausgeführt, egal ob dieser über oder unter dem Stopp - Buy - Limit liegt. Eigentlich musste diese Orderform deshalb Start - Buy - Order heißen. Diese Strategie ist für Anleger interessant, die sich bei steigenden Kursen engagieren wollen. Gegenteil: Stopp - Loss - Order.


Stopp - Market - Order
Eine Stopp - Market - Order wird automatisch "Bestens" ausgeführt, sobald das vorgegebene Preislimit (Stopp-Limit) erreicht wird.


Stückaktien
Stückaktien sind nennwertlose Aktien. Sie wurden in Deutschland erstmals 1998 eingeführt. Im Gegensatz zu Nennwertaktien, die einen festen Betrag am Grundkapital angeben, verbriefen Stückaktien einen prozentualen Anteil am Grundkapital des Unternehmens. Auf der Urkunde weisen Stückaktien nicht die Beteiligungsquote aus, sondern lediglich etwa die Bezeichnung "Eine Aktie der Gesellschaff'. Dadurch wird die Berichtigung der Aktienurkunden aufgrund von Kapitalmaßnahmen vermieden. Die Beteiligungsquote einer Stuckaktie kann anhand des in der Satzung ausgewiesenen Grundkapitals errechnet werden.


Swap
Bei einem Swap "tauschen" zwei Vertragspartner ihre Finanzierungskonditionen aus und profitieren von Kostenvorteilen des jeweils anderen. Swap - Geschafte treten vor allem in Form von Währungs- und Zins - Swaps auf. Ein Währungs - Swap stellt den Tausch eines Kapitalbetrags und der resultierenden Zinsbetrage in einer Wahrung in einen Kapitalbetrag plus die resultierenden Zinsen in einer anderen Wahrung dar. Der Tausch kann für beide Seiten unter folgenden Voraussetzungen vorteilhaft sein: (1) Zwei Unternehmen in unterschiedlichen Ländern haben hinsichtlich der Volumina, der Laufzeiten und der Zinsberechnungsbasen gleiche Finanzierungsinteressen, aber entgegengesetzte Valutabedürfnisse. (2) Die Unternehmen können sich aufgrund ihres Standing - Vorteils am Heimatmarkt günstiger verschulden als das jeweils andere Unternehmen. Damit kann ein Währungs - Swap zum Beispiel wie folgt abgeschlossen werden: Ein deutsches und ein US-amerikanisches Unternehmen verschulden sich jeweils an ihren Heimatmärkten; die aufgenommenen Mittel werden zum Kassakurs getauscht, die jährlichen Zinsverpflichtungen werden gegenseitig beglichen, und am Ende der Laufzeit werden die Kapitalbetrage zum ursprünglichen Kassakurs zurückgetauscht. Neben einer Absicherung des Wahrungsrisikos ermöglicht der Währungs - Swap den Parteien auch einen kostengünstigeren Zugang zum jeweiligen Fremdwahrungsmarkt. Analog funktionieren Zins - Swaps. Zum Beispiel werden festverzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlichen Finanzierungskonditionen getauscht, so zum Beispiel variable gegen fixe Verzinsung.


Tagesauftrag
Als Tagesauftrag werden Oders bestimmt, die eine Gültigkeit bis Börsenhandelsschluss haben. Danach verfallen diese Orders. Andere Namen für die Tagesauftrage sind DO - Order oder Day - Order, auch During - Open - Order genannt.


Terminkontrakt
Terminkontrakte auf Waren werden Commodity - Futures, solche auf Aktien, Anleihen, Indizes und Wahrungen Financial - Futures genannt. Terminkontrakte verpflichten den Käufer, zu einem festgelegten Termin Waren oder Finanzprodukte zu beziehen. Ist ein Future short, das heißt hat man einen Future verkauft, so ist man zur Lieferung des entsprechenden Underlyings verpflichtet. Die Verpflichtung, etwas zu liefern und eine Lieferung anzunehmen, kann man nur umgehen, indem man die Position glattstellt.


Trade Confirmation
Trade Confirmation ist das englische Wort für die Handels- und Orderbestätigung. Der vom Börsenhändler erteilte Auftrag wurde ausgeführt und bestätigt. Wenn Sie eine professionelle Ordersoftware nutzen, wird diese Bestätigung in Sekundenbruchteilen auf Ihrem Handelsschirm angezeigt.


Trailing - Stopp I Folgender Stopp
Der Trailing - Stopp ist ein, am besten vollautomatisch, nachgezogener (folgender) Stopp. Er dient der Absicherung von Buchgewinnen. Einen sinnvollen Trailing - Stopp zu setzen erfordert viel Markterfahrung und Disziplin. Dieser lasst sich zum Beispiel durch eine prozentuale Abweichung, einen Trendkanal, gleitenden Durchschnitt etc. definieren.


Transaktionskosten
Transaktionskosten sind die Kosten, die Sie für die Positionseröffnung und die darauf folgende Schließung bezahlen müssen. Diese Transaktionskosten sind von Broker zu Broker unterschiedlich und werden Ihrem Depot belastet.


Turbos
Gehart zu den exotischen Optionsscheinen. Turbo-Optionsscheine sind Optionsscheine auf Optionsscheine. Sie berechtigen den Inhaber eines Optionsscheins zum Bezug von anderen Optionsscheinen.


Underlying
Das deutsche Wort für das Underlying ist Basiswert. Wenn Sie zum Beispiel einen CFD auf die ABC-Aktie handeln machten, ist die ABC-Aktie der Basiswert, an dessen Kursschwankungen Sie partizipieren.


Volatilität
Unter Volatilität versteht man die Kursschwankungen eines Wertpapiers beziehungsweise eines Handelsproduktes. Sind die Kursschwankungen groß, spricht man von einer großen Volatilität; sind  sie eher niedrig, spricht man von einer niedrigen Volatilität.


Vorzugsaktien
Aktien mit Vorrechten bei der Gewinnverteilung. Für Aktien, die mit einem nachzuzahlenden Vorzug bei der Verteilung des Gewinns ausgestattet sind, kann das Stimmrecht ausgeschlossen werden. Vorzugsaktien ohne Stimmrecht dürfen nur bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe des Gesamtnennbetrags der anderen Aktien ausgegeben werden. Die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gewahren mit Ausnahme des Stimmrechts die jedem Aktionär zustehenden Rechteo. Wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr gar nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die  Rückstande nachgezahlt sind. Gegenteil: Stammaktien.


Warrant
Warrant ist die englische Bezeichnung für Optionsschein.


Waves
Siehe: Hebel-Zertifikat.


Working - Order
Als Working - Order werden Auftrage bezeichnet, die zwar aufgegeben wurden, aber noch nicht zur Ausführung gekommen sind.


Zeitwert
Derjenige Bestandteil des Preises einer Option, der aufgrund verbleibender Restlaufzeit bewilligt wird. Der Zeitwert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem tatsachlichen Kurs eines Optionsscheines und seinem inneren Wert. Er ist immer positiv und nimmt mit abnehmender Restlaufzeit ab. Je kürzer die Laufzeit, umso geringer wird also der Zeitwert. Bei Verfall ist der Zeitwert dementsprechend völlig abgebaut.


Zinsen
Zinsen sind der Preis, den ein Schuldner für die befristete Oberlassung von Geld zahlen muss beziehungsweise den der Gläubiger für die Überlassung von Kapital erhält.

 
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